Osterkonzert des MV Sallingberg

Zum traditionellen Osterkonzert lud der Musikverein Sallingberg in den Mehrzwecksaal Grainbrunn. Neben traditioneller Blasmusik erklangen auch zwei außergewöhnliche Werke und Medleys zur Erinnerung an zwei großartige verstorbene Sängerinnen.

Der erste Teil des Konzerts am Ostersonntag im voll besetzten Saal war geprägt von traditioneller Blasmusik. Eröffnet wurde mit dem majestätischen „Nessun Dorma“ aus Giacomo Puccinis Oper „Turandot“. Es folgten der langsame „St. Florian Choral“ in memoriam Anton Bruckner und der „Liebesflammen Walzer“ des bekannten böhmischen Komponisten Julius Fucik.

Obmann Franz Czech konnte fünf neue Jungmusiker vorstellen: Stefan Weidenauer (Flügelhorn), Samuel Allinger und Andreas Haider (Trompete), Anika Zeilinger (Querflöte) und David Lindenbauer (Klarinette). Johann Höld war nach langer Abwesenheit zum Orchester zurückgekehrt. Für 30-jährige Mitgliedschaft im Musikverein wurde Alexander Höld geehrt. Bezirksobmann Martin Hausleitner überreichte Florian Trinkl die Ehrenmedaille in Bronze des NÖ Blasmusikverbands für 15 Jahre aktive Musikausübung.

Am Dirigentenpult wechselten sich die Kapellmeister Michael Timpl, Gertraud Timpl und Johann Weidenauer ab. Durch das Programm führte gekonnt Isabella Prommer, die die Texte auch selbst recherchiert und verfasst hatte. Der zackige „Jubelklänge Marsch“ und die emotionale Polka „Herzensträume“ mit sanft fließenden Melodien beendeten Teil I.

Freunde der gehobenen Blasmusik kamen nach der Pause voll auf ihre Rechnung, und das Orchester konnte nun sein hervorragendes Können zeigen. „Terra di Montagne“ (= Land der Berge), das Pflichtwahlstück bei der Konzertwertung in Stufe B, imponierte mit einem fanfarenartigen Beginn, einem langsamen Mittelteil und einem rhythmisch-melodiösen Schlussteil. Ein wirkungsvoller Ohrwurm – treffendes Zitat von Isabella Prommer – war „Baba Yetu“, das für ein Computerspiel komponiert worden war und als solches erstmals einen Grammy gewann.

Gertraud Timpl brachte dann zwei Medleys zu Ehren zweier verstorbener Pop-Ikonen auf die Bühne, die viele Besucher zurück in die 80er und 90er Jahre versetzten. Den Anfang machte „Tina Turner: Simply the best“ mit „The best“, „I don’t wanna lose you“, „We don’t need another hero“ und „Private dancer“. Der Höhepunkt des Konzerts war „Tribute to Roxette“ in memoriam der 2019 an einem Hirntumor verstorbenen brillanten Sängerin Marie Fredriksson des erfolgreichen schwedischen Pop-Duos. Es erklangen vier ihrer größten Hits: „Joyride“, „Listen to your heart“, „It must have been love“ und „The look“. Gratulation an Gertraud Timpl, dass sie dieses kaum gespielte tolle Medley „ausgegraben“ hatte!

Der Marsch „Eine letzte Runde“ beendete den offiziellen Teil des Konzerts. Alle Einnahmen durch freiwillige Spenden und beim Buffet werden in neue Trachten investiert, denn „diese sind älter als ein Großteil unserer Musiker“. Franz Czech dankte der Gemeinde in Person von Bürgermeister Leopold Bock für die finanzielle Unterstützung, den Freunden und Familienmitgliedern für die Hilfe beim Buffet, Erich Scheichl für die Unterstützung am Horn und Fritz Trondl für die Tontechnik.

Text und Foto: Reinhard Hofbauer / NÖN

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Nach dem Osterkonzert des Musikvereins Sallingberg: Die Kapellmeister Michael und Gertraud Timpl, Moderatorin Isabella Prommer, Obmann Franz Czech (2. v. l.), Bezirksobmann Martin Hausleitner und die Geehrten Florian Trinkl (Mitte) und Alexander Höld (r.). Nicht am Foto: Kapellmeister Johann Weidenauer.